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Gründe für endodontische
Misserfolge
Die Gründe für endodontische Misserfolge sind gut
mit Literatur belegt:
Grundsätzlich kann man bei jedem endodontischen Misserfolg von im Kanal
verbliebenen Mikroorganismen ausgegangen werden.
Eine der Studien zu diesem Thema stammt von Nair et al.:
"On the causes of persistent apical periodontitis: a review"
(International Endodontic Journal, 39, 249-281, 2006).
Danach existieren 6 biologische Faktoren, welche zu asymptomatischen apikalen
Aufhellungen nach endodontischer Behandlung führen:
1.) Intraradikuläre Infektionen, welche
in den komplexen apikalen Kanalsystemen (auch Isthmen) zurückgeblieben sind.
2.) Extraradikuläre Infektionen, generell in Form von Aktinomykosen.
3.) Überpresstes Wurzelkanalfüllmaterial oder andere exogene
Materialien, welche eine Fremdkörperreaktion auslösen.
4.) Akkumulation von endogenen Cholesterinkristallen, welche das
periapikale Gewebe irritieren.
5.) Echte Zysten (Anmerkung: Nicht Taschenzyste !!!)
6.) Narbengewebe als Folge apikal-chirurgischer Eingriffe.
Eine weitere Studien zu diesem Thema stammt von
Siqueira et al., "Mikrobiologie endodontischer
Infektionen"
(Endodontie 2006; 15(2): 109-121).
In dieser Studie werden grundsätzlich 3 Arten von Infektionen unterschieden:
1.) Primäre intraradikuläre Infektion:
a) Gemischte Bakterienflora, 10-30 Spezien
pro Kanal
b) Anaerobe gramnegative Bakterien dominieren (z.B. Tanerella, Porphyromonas,
Prevotella, Fusobacterium, Filifactor, Campylobacter, Treponema).
c) Grampositive Anaerobier: Peptostreptococcus, Eubacterium,
Pseudoramibacter.
d) Fakultative oder mikroaerophile Streptokokken.
2.) Sekundäre / persistierende Infektionen:
hier existieren Mikroorganismen die bei primären intraradikulären
Infektionen
noch
nicht beteiligt waren.
a) Weniger Spezies als bei primärer
Infektion
b) Grampositive fakultativ anaerobe Bakterien, insbesondere Enterococcus
faecalis, dominieren.
3.) Extraradikuläre Infektionen:
a) Am häufigsten ist die extraradikuläre
Infektion, die aus der intraradikulären Infektion entsteht, wie ein akuter
periapikaler Abszess.
b) Häufigste Form der extraradikulären Infektion (unabhängig von
intraradikulären Infektionen) ist die Aktinomykose
(1,8 - 4% aller apikalen Parodontiden).
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OP-Mikroskop"
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