Ozon [Plasma] - Behandlung

Die Entdeckung von Ozon fand im Jahr 1839 durch den Chemiker C.F. Schönbein statt. Achtzehn Jahre später entwickelte Werner von Siemens den ersten Ozon- Generator. Seitdem hat sich Ozon in der Medizin etabliert. Erst 1934 kam Ozon in der Zahnmedizin zum Einsatz. Dabei wurde allein dem atomaren Sauerstoff, der in dem chemischen Gleichgewicht 3 O 2 ⇌ 2 O 3 + O für kurze Zeit ungebunden ist, die heilende Wirkung zugesprochen. Heutzutage weist die Plasmamedizinforschung jedoch nach, dass dem Sauerstoffatom nicht die alleinige Rolle bei der Keimeliminierung bzw. dem Heilungsprozess zukommt. Denn neben dem Sauerstoffatom werden nach dem Prinzip der elektrischen Entladung auch Elektronen und Ionen bei der Aufspaltung des Sauerstoffs freigesetzt. In dem Gasgemisch aus Atomen, Ionen und Elektronen, auch als 4. Aggregatzustand bezeichnet, haben alle Bestandteile zusammen eine desinfizierende Wirkung und nicht das Sauerstoffatom allein. Bei den heute verwendeten Geräten kommt das schonende Prinzip der elektrischen Entladung für die Sauerstoffaufspaltung zum Einsatz. Die Folge ist ein kaltes gasartiges Plasma. Die Behandlung mit Ozon kann zur Desinfektion von kariösen Läsionen, von infizierten Wurzelkanälen, bei Mineralisationsstörungen, vor Fissurenversiegelung und bei frühkindlicher Karies eingesetzt werden. Die Behandlung von offenen Schleimhautarealen (Aphten, Herpes, eingerissene Mundwinkel, usw), Entzündungen um Implantate und Wurzelkaries ist ebenso möglich. Zudem kann Ozon Plasma auch bei externen Ulzera und Hautläsionen, zur Blutgerinnung und zur Therapie von Infektionen oder Tumorerkrankungen angewendet werden. Ozon zerstört Bakterien, Viren und Pilze sehr zuverlässig. Es wirkt daher keimtötend, entzündungshemmend und schmerzlindernd.
kompetent - professionell - ganzheitlich
Ganzheitliche Praxis für Endodontie und Umwelt-Zahnmedizin Dr. Ralf Günther