Amalgamsanierung

Verwendung als Füllungsmaterial Bis zum heutigen Tage ist die Amalgamfüllung die Standardfüllung der gesetzlichen Krankenkassen. Immer wieder werden Studien veröffentlicht, welche die Unbedenklichkeit von Amalgam belegen sollen. Heute werden ausschließlich Silberamalgame als Füllungsmaterial verwendet. Seit 1820 wurde es massenhaft als Füllungsmaterial in der Zahnheilkunde verwendet. Zahnärztliches Amalgam entsteht durch das Vermischen von jeweils etwa 50 % reinem Quecksilber und einer Feilungsmischung verschiedener Metalle zu einer plastischen Masse, die nach kurzer Zeit (ca. 3–5 Minuten) erhärtet. Die Feilungsmischung setzt sich heute aus mindestens 40 % Silber, maximal 32 % Zinn, maximal 30 % Kupfer, maximal 5 % Indium, maximal 3 % Quecksilber und maximal 2 % Zink zusammen. Heutige sogenannte Non-Gamma-2-Phasen- Silberamalgame enthalten etwas mehr Kupfer und weniger Zinn als frühere Mischungen. [Quelle: Wikipedia] Allgemein kann man festhalten: o Amalgam besteht zum überwiegenden Teil aus reinem Quecksilber. o Quecksilber ist eines der giftigsten und umweltschädlichsten Schwermetalle. o Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall, das bereits bei Zimmertemperatur Dämpfe abgibt. Bei der Aufnahme über den Verdauungstrakt ist reines metallisches Quecksilber vergleichsweise ungefährlich, eingeatmete Dämpfe wirken aber stark toxisch. Quecksilber unter Normallicht Quecksilber unter UV-Licht (254 nm) Auszug aus dem Sicherheitsdatenblatt eines üblichen zahnärztlichen Amalgams: In der ATSDR (Agency for Toxic Substances and Disease Registry) Substance Priority List werden die giftigsten bekannten Substanzen der Welt aufgelistet: Aus bio - logischer Sicht hat Quecksilber nichts in einem lebenden Organismus verloren. Amalgamfüllungen gehören nicht in einen gesunden Menschen! Maßnahmen bei der Beseitigung von Amalgam Grundsätzlich gilt: Jeder Patient sollte ausleitfähig sein! Die Fähigkeit zur Ausscheidung vorhandener oder bei der Amalgam-/Schwermetallsanierung eventuell entstehender belastender Substanzen ist zwingend notwendig! Selbstverständlich werden die für eine Amalgam-/Schwermetallsanierung zur Verfügung stehenden Substanzen individuell mittels Applied Kinesiology ausgetestet. Es gilt die Haupt-Ausscheidungswege Haut, Lunge, Niere, Leber und Darm zu stärken. Die Herstellung der Regulationsfähigkeit und Ausleitungsfähigkeit des Patienten sollte vor Therapiebeginn gewährleistet sein. 1. Gute Vorbereitung 2. Gute Raumlüftung 3. Selenhaltige Mundspüllösung 4. Kofferdam 5. Sauerstoff-Nasensonde 6. Augenschutzbrille 7. Goldbedampfte Atemmaske 8. Speichelzieher 9. Quecksilberdampf-Absaugung 10. Schnellläufer statt Turbine 11. Spezielle Hartmetallfräsen 12. Wasserkühlung und Absaugung 13. Lupenbrille 14. Große Stücke entfernen 15. Unterfüllungen entfernen 16. Ausspülen des Mundes 17. Selenhaltige Mundspüllösung 18. Füllung der Zähne 19. Ausleitung
kompetent - professionell - ganzheitlich
Ganzheitliche Praxis für Endodontie und Umwelt-Zahnmedizin Dr. Ralf Günther
Beim Entfernen des Amalgams werden Quecksilber-Dämpfe freigesetzt. Diese gelangen in die Raumluft. Daher müssen Fenster und Türen möglichst offen gehalten werden.  Diese Maßnahme schützt alle Beteiligten davor, den giftigen Quecksilberdampf einzuatmen. Der Organismus sollte durch einen geschulten Osteopathen, Heilpraktiker oder naturheilkundlichen Therapeuten auf eine Schwermetallbelastung getestet und durch vorherige Maßnahmen auf die Entfernung vorbereitet worden sein (siehe auch oben!) Zu Beginn der Behandlung bekommen Sie eine selenhaltige Mundspüllösung. Sie muss die gesamte Mundschleimhaut benetzen. Da trotz Anlage des Kofferdams (s.u.) Quecksilberdampf durchdringt, würde dieser von der Mundschleimhaut aufgenommen werden.  Selen bindet Quecksilber, so dass es nicht mehr von der Schleimhaut aufgenommen werden kann. Im nächsten Schritt wird Kofferdam angelegt. Dieser besteht aus Latex. Bei Unverträglichkeiten halten wir auch latexfreien Kofferdam vor. Er schirmt die Mundhöhle nach hinten ab und lässt nur die zu behandelnden Zähne frei. der Kofferdam schützt vor dem verschlucken von Amalgamteilen. Während der Entfernung von Amalgam wird über eine Nasensonde medizinischer Sauerstoff in geregelter Menge zugeführt. Dies soll den potentiell einzuatmenden Quecksilberdampf oxidieren und unschädlicher machen.  Dazu werden zwei weiche kurze Kunststoffstücke in die Nasenöffnung eingeführt und fixiert, damit sie während der Behandlung nicht verrutschen. Während der Entfernung des Amalgams können kleinste Teilchen aus der Mundhöhle geschleudert werden und in die Augen gelangen. Damit dies nicht passieren kann, wird eine dicht anliegende Schutzbrille aufgesetzt.  Auch das zahnärztliche Behandlungsteam tragen zu ihrem Schutz Brillen. Als zusätzlicher Schutz wird eine goldbedampfte Nasenschutzmaske aufgesetzt. Das Gold bindet Quecksilber, so dass es nicht durch die Maske in die Nase gelangen kann. Diese Maske wird aus hygienischen Gründen nur für einen Patienten verwendet und danach entsorgt.  Auch das zahnärztliche Team trägt zum eigenen Schutz solche Masken. Der Speichelzieher wird unter dem Kofferdam neben der Zunge eingelegt. Er saugt während der Amalgamentfernung kontinuierlich ab.  Auch das dient Ihrem Schutz, damit Sie so wenig wie möglich Speichel während der Behandlung schlucken. Während der Amalgamentfernung wird Quecksilberdampf freigesetzt, den Sie und Ihr zahnärztliches Team einatmen können. Damit dies nicht geschieht, wird eine spezielle Absaugung eingesetzt, deren Öffnung direkt auf dem Zahn plaziert wird.  Das abgesaugte Amalgam (Stücke, Staub und Dampf) wird in einem Amalgamabscheider gesammelt. Dieser Abscheider muss später als Sondermüll entsorgt werden. Zahnärztliche Turbinen entwickeln bis zu 300.000 Umdrehungen pro Minute. Diese hohe Drehzahl kann wegen der Wärmeentwicklung zu vermehrter Quecksilberdampfbildung führen.  Deshalb werden bei der sicheren Amalgamentfernung sogenannte Schnellläufer-Winkelstücke (roter Ring) mit einer niedrigeren Drehzahl von ca. 28.000 Umdrehungen pro Minute verwendet. Zahnärztliche Schleifinstrumente (diamantierte Schleifkörper) entwickeln beim Schleifen viel Wärme. Dadurch wird vermehrt Quecksilber-Dampf freigesetzt. Um dies zu verhindern, werden bei der sicheren Amalgamentfernung spezielle Hartmetallfräsen verwendet.  Diese Hartmetallfräsen haben eine extrem hohe Schneidewirkung und entwickeln deshalb weniger Wärme. Da sich die Fräsen durch Gebrauch abnutzen, werden sie jeweils nur für eine Sitzung verwendet und danach entsorgt. Eine gute Wasserkühlung bei der Entfernung des Amalgams verhindert ebenfalls Wärmeentwicklung und Quecksilberdampfbildung. Deshalb wird bei der sicheren Amalgamentfernung konsequent gekühlt.  Das Kühlwasser mit dem Schleifstaub wird sofort und sorgfältig abgesaugt (siehe unter 9.) Es ist wichtig, dass bei der sicheren Amalgamentfernung keine kleinen Amalgamreste übersehen werden und im Zahn verbleiben. Mit einer Lupenbrille sind diese gut sichtbar zu machen.  Zudem kontrolliert auch die zahnärztliche Assistenz zusätzlich den Zahn nach dem Vier-Augen-Prinzip. Erst wenn beide überzeugt sind, dass keine Amalgamreste mehr vorhanden sind, folgen die nächsten Schritte. Je weniger im Amalgam geschliffen wird, desto weniger Quecksilber-Dampf entweicht. deshalb werden solche Füllungen nicht “pulverisiert”, sondern in wenige große Stücke zerlegt.  Die einzelnen Teile werden dann am Stück aus dem Zahn heraus gehoben oder gedrückt. Sollte als Begleitmaßnahme während der späteren Ausleitung Bioresonanz eingesetzt werden, so können diese Amalgam-Teile auch gesammelt und mitgenommen werden. Dafür werden sie oft benötigt. Außer dem Amalgam müssen auch die sogenannten Unterfüllungen sorgfältig entfernt werden. In diese ist Quecksilber aus dem darüber liegenden Amalgam eindiffundiert. Dies darf auf keinen Fall belassen werden.  Da die Unterfüllungen oft sehr tief bis nahe an den Zahnnerv heran reichen, muss die Tiefe vorab auf dem Röntgenbild abgeschätzt werden um Komplikationen bezüglich des Zahnnerven zu vermeiden. Als nächstes wird der Kofferdam abgenommen und der Mund wird ausgespült. Zur Sicherheit bekommen Sie noch einmal die selenhaltige Mundspüllösung, um eventuell noch verbliebene Quecksilberreste zu binden.  Danach spülen Sie Ihren Mund noch einmal kräftig mit Wasser aus. Zum Schluss werden die Zähne mit einem metallfreien und möglichst hypoallergenen Füllungsmaterial versorgt. Da sich Schwermetalle vor allem im Gehirn, der Schilddrüse und dem Thymus anreichern, muss selbstverständlich nachdem alle Amalgamfüllungen sicher entfernt und durch neue hypoallergene Füllstoffe versorgt wurden, eine Schwermetallausleitung erfolgen.  Sprechen Sie dafür Ihren behandelnden Osteopathen, Heilpraktiker oder naturheilkundlichen Therapeuten an.
= Arsen
= Quecksilber
= Blei
= Vinylchlorid
= Polychlorierte Biphenyle
= Benzol
= Cadmium